Chirurgische Gemeinschaftspraxis

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Dr. Gruber, Dr. Loos, Dr. Metzeler

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Venenchirugie

Krampfadern = Varizen = vergrößerte und erweiterte Venen am Bein, die meist geschlängelt vor allem an der Innenseite des Beines (Vena saphena magna), hinten von der Kniekehle in den Unterschenkel ziehen (Vena saphena parva) oder in unterschiedlichen Seitenästen verlaufen.

Normalerweise fließt das Blut immer von den oberflächlichen hautnahe gelegenen Venen in die Tiefe zum tiefen Venensystem. Nur bei defekten ("insuffizienten") Venenklappen kann das Blut in den Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefem System auch in umgekehrter Richtung fließen (= Stromumkehr).

Es kommt zu einem vermehrtem Druck im oberflächlichem Venensystem, die Venen unter der Haut erweitern sich und führen zu den varikösen Veränderungen.
In den industrialisierten Ländern gehören Venenleiden zu den häufigsten Erkrankungen. Venenleiden sind keine bagatell Erkrankungen. Allein in Deutschland leiden etwa die Hälfte der Frauen und fast ein Drittel der Männer an Krampfadern.

Die starke Zunahme von Venenerkrankungen wird auf das bewegungsarme Leben in den modernen Industriegesellschaften zurückgeführt. Aber auch bei Naturvölkern sind Venenerkrankungen bekannt.

Weitere Faktoren für die Entwicklung von Krampfadern:

  • familiäre Anlage ( Vererbung)
  • Alter
  • Schwangerschaften
  • Berufliche Belastung

Krampfadern machen nicht zwangsläufig Beschwerden. Auch viele Menschen ohne Krampfadern klagen über Beinbeschwerden.

Häufige Beschwerden:

  • Schwere Beine
  • Schwellungen
  • Spannungsgefühle
  • Ziehender Schmerz
  • Nächtliche Beinkrämpfe
  • Ruhelose Beine
  • Juckreiz
  • Hitzegefühl in den Beinen

Gefahren der Krankheit

Krampfadern stören häufig nicht nur kosmetisch. Sie verursachen oft Stauungsbeschwerden in den Beinen, Müdigkeit, Schweregefühl, Schwellungen und Wadenkrämpfe. Später kann es zu Hautentzündungen oder zu oberflächlichen Thrombosen kommen, zu Venenentzündungen oder zu Hautschäden am Unterschenkel, die meist im Innenknöchelbereich lokalisiert sind. Hieraus entwickeln sich oft Geschwüre, die immer wieder aufbrechen, schlecht heilen und sehr starke Schmerzen verursachen können.

Notwendige Voruntersuchungen

Am Anfang steht die körperliche Untersuchung durch den Arzt. Bereits durch genaues Nachfragen und die Untersuchung mit den Augen und Händen können wir uns einen ersten Eindruck von der Ausprägung Ihrer Venenkrankheit machen.
Genaueres läßt sich dann mit verschiedenen Apparaten feststellen: Wir haben die Möglichkeit, mit Hilfe von modernsten Ultraschallgeräten (Farbduplex) das Venensystem so genau darzustellen, daß die kranken Stellen im oberflächlichen und tiefen Venensystem aufgefunden werden können. Die sonst übliche röntgenologische Darstellung der Venen mit Kontrastmittel ist nur noch in Ausnahmefällen nötig.

Operationsverfahren

Mit Hilfe der Voruntersuchungen ist nun eine Entscheidung über die richtige Behandlungsmöglichkeit möglich:

Bei sehr gering ausgeprägten Krampfadern mit wenig Beschwerden kann eine chirurgische Behandlung gar nicht notwendig sein, eventuell können Verödung, die Gabe von Medikamenten oder das Tragen eines Kompressionsstrumpfes bereits ausreichen

Bei mäßig ausgeprägten Krampfadern mit gesunden Mündungen der großen Stammvenen in Leiste und Kniekehle kann die chirurgische Unterbindung der kranken Durchtrittsstellen durch einen kleinen Schnitt und die Entfernung der Seitenäste durch kleinste Stiche ausreichen.

Bei stark ausgeprägten Krampfadern und kranken Mündungen der Stammvenen in Leiste und Kniekehle sollte in der Regel die Stammvene an der Mündung abgebunden und der kranke Teil ganz entfernt werden. Meistens ist dies durch zwei kleine Schnitte in der Leiste und unterhalb des Knies möglich. Für diesen Eingriff empfehlen wir eine Vollnarkose.

Mögliche Komplikationen

Den Erfolg seiner Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Gefahren ärztlicher Eingriffe, wie Infektionen, Thrombosen und Embolien sowie Nebenverletzungen von größeren Blutadern und Nerven, sind Dank der Fortschritte der Medizin aber viel seltener geworden. Wir können auch viel mehr dagegen tun, wie zum Beispiel die tägliche Gabe von Antithrombosespritzen für die erste Zeit nach der Operation bei den ausgedehnteren Eingriffen.

Als spezielle Komplikationen können Nachblutungen auftreten oder durch Schädigung von benachbarten Nervenfasern gelegentlich Gefühlstörungen in kleinen Hautbezirken. In einigen Fällen kann es zu vorübergehenden, in selten Fällen auch zu bleibenden Schwellungen und Lymphstauungen kommen. Zur Vorbeugung müssen Sie für einige Zeit nach der Operation einen Kompressionsstrumpf tragen. Vor allem bei einer entsprechenden Veranlagung können auffällige Narben durch überschießende Narben- oder Keloidbildung auftreten.

Verhaltensregeln für den Venenpatient:

  • Kalte Beingüsse oder kaltes Duschen
  • Auch mehrmals am Tage
  • Laufen oder Liegen ist besser als Stehen oder Sitzen
  • Trainieren Sie Ihre Beine. Laufen und Gehen Sie soviel wie möglich. Radfahren und Schwimmen (nicht im Thermalbad) sind gut für die Beine.
  • Zehenstände machen. Im Liegen Fußspitze in Richtung Körper ziehen. Zehen im Wechsel krallen.
  • Beim Sitzen Beine hoch lagern
  • Auch nachts Beine erhöht lagern
  • .Beinpflege mit fettigen Salben (Fett-Creme!)
  • Wärme meiden
  • Sauna ist erlaubt, wenn danach abgekühlt wird und Beine hoch gelagert werden
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